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BILDUNGSSTREIK 2010
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chemnitzerantifa
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BeitragVerfasst am: 16.02.2010 03:54    Titel: BILDUNGSSTREIK 2010 Antworten mit Zitat

09.06.2010 bundesweit, dezentral Bildungsstreik und Demonstrationen!

Wir rufen alle Bildungsstreikbündnisse und Unterstützer_innen dazu auf, die Bildungsproteste in diesem Jahr mit neuen Aktionen auszuweiten.

Im vergangenen Sommer demonstrierten in über 100 Städten 270.000 Menschen, v.a. Schüler_innen, Studierende, Auszubildende, Erwerbstätige, Erwerbslose und Gewerkschafter_innen, gemeinsam gegen die unzumutbaren Zustände im Bildungssystem. Nicht nur in Europa, sondern auch auf allen anderen Kontinenten der Welt gab es Bildungsproteste. Schließlich wurden allein in Deutschland im Herbst über 80 Bildungseinrichtungen besetzt, an einem dezentralen Aktionstag waren über 85.000 Menschen auf der Straße.

Trotz großer Aufmerksamkeit und kleiner Zugeständnisse hat sich nichts geändert – unsere zentralen Forderungen und Ziele wurden nicht erreicht. Im Gegenteil: Das Bildungssystem wird genau wie andere gesellschaftliche Bereiche weiter nach wettbewerbsorientierten Kriterien ausgerichtet und immer stärker ökonomisiert. Dagegen werden wir im Jahr 2010 Bildungsproteste organisieren, in denen vielfältige Aktionsformen (Demonstrationen, Blockaden, Besetzungen etc.) ihren Platz finden.

Wir suchen die Zusammenarbeit mit Gewerkschaften und anderen sozialen Bewegungen. Gerade in Zeiten der anhaltenden Wirtschaftskrise geht es uns darum, die Auseinandersetzungen im Bildungsbereich als gesamtgesellschaftlichen Konflikt zu verstehen und zuzuspitzen – denn unsere Kritik am Bildungsystem ist zugleich Gesellschaftskritik.

Um die globale Perspektive zu stärken und eigene Alternativen zum vorherrschenden Bildungssystem zu konkretisieren, rufen wir dazu auf, sich an den internationalen Protesten gegen den Bolognagipfel vom 11.-14. März in Wien zu beteiligen. Bis zum Sommer werden wir uns mit Aktionen im Rahmen des Bildungsstreiks in gesellschaftlichen Auseinandersetzungen und Debatten einbringen.

Im Juni rufen wir zu einer gemeinsamen Aktionszeit und für den 9. Juni bundesweit zu dezentralen Demonstrationen auf. Wir hoffen darüber hinaus auf gemeinsame koordinierte Aktionen weltweit. Mit immer mehr aktiven Menschen werden wir den Druck erhöhen, um im Bildungssystem etwas zu verändern.

Ein grundlegendes Ziel des Bildungsstreiks ist es, eine Diskussion über Sinn und Zweck des Bildungssystems in der Gesellschaft anzuregen. Möglichkeiten einer emanzipatorischen Bildungs- und Gesellschaftspolitk sollen aufgezeigt und durchgesetzt werden: Bildungseinrichtungen sollten vorrangig Menschen dazu befähigen, die sie umgebenden Strukturen zu verstehen, zu kritisieren und zu verändern.

Dem momentanen Zustand im Bildungsbereich setzen wir unsere Alternativen entgegen:

* selbstbestimmtes Lernen und Leben statt starrem Zeitrahmen, Leistungsdruck und Konkurrenzdruck,
* freier Bildungszugang für alle Menschen, Lehrmittelfreiheit und Abschaffung von sämtlichen Bildungsgebühren wie Studiengebühren, Ausbildungsgebühren und Kita-Gebühren,
* öffentliche Finanzierung des Bildungssystems ohne Einflussnahme der Wirtschaft unter anderem auf Lehrinhalte, Studienstrukturen und Stellenvergabe
* und radikale Demokratisierung und Stärkung der Mit- und Selbstverwaltung in allen Bildungseinrichtungen.

Ein ganz anderes Lernen und Leben ist möglich – und nötiger denn je!

Bundesweites Bildungsstreik-Vernetzungstreffen in Bielefeld, 7.2.2010

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Zuletzt bearbeitet von chemnitzerantifa am 26.07.2010 10:45, insgesamt 2-mal bearbeitet

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chemnitzerantifa
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BeitragVerfasst am: 24.02.2010 05:00    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Zur Situation der SchülerInnen beim Bildungsstreik

Interview mit Mara (19) vom Münsteraner Bildungsstreik über die Situation der SchülerInnen innerhalb des Bildungsstreik-Bündnisses. Wie läuft die Zusammenarbeit von SchülerInnen und Studis?

http://www.freie-radios.net/mp3/20100222-zursituatio-32315.mp3

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BeitragVerfasst am: 21.03.2010 06:37    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Einladung zum Bundesweiten Vernetzungstreffen in Freiburg

Liebe MitstreiterInnen und Interessierte,

vom 26.3-28.3 findet das Bundesweite Vernetzungstreffen des Bildungsstreiks bei uns in Freiburg statt, zu welchem wir euch herzlich einladen.

Für Übernachtungsplätze, sowie Verpflegung ist bestens gesorgt nur eure Schlafsäcke, Isomatten und ähnliches solltet ihr selbst mitbringen!

Solibeiträge sind selbstverständlich stets willkommen.

Zum groben zeitlichen Rahmen wäre Folgendes zu sagen:
Die Anreise haben wir ab 16.00 Uhr eingeplant, worauf ab 19.00 Uhr das Abendessen folgen würde.
Das Anfangsplenum wird ab 20:00 Uhr stattfinden.
Bis Sonntag Mittag werden wir dann hoffentlich die Zeit mit fruchtbarer Arbeit verbringen.

Anmelden könnt ihr euch am besten per Mail: vernetzungstreffen[at]lavabit.com
Weitere Infos gibt es im Wiki unter: www.unserebildung.de/wiki/Bundeswei....zungs_Treffen_in_Freiburg

http://www.bildungsstreik.net/einla....zungstreffen-in-freiburg/

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BeitragVerfasst am: 31.03.2010 01:33    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Aufruf zu Protesten im Frühling 2010

Die Bildung gehört allen!
Bildungsperspektiven jetzt gemeinsam erkämpfen.

Aufruf der Bildungsstreik-Bündnisse Bonn, Köln, Aachen und Darmstadt.

Die Missstände im Bildungsbereich sind auf Entwicklungen zurückzuführen, die auch andere Lebensbereiche betreffen: Die Ausrichtung der Gesellschaft an wirtschaftlichen anstatt an gemeinwohlorientierten Interessen. Die Reformen der letzten Jahre wie Kopfnoten und Lehrzeitverkürzungen (G8), Studiengebühren und Bachelor/Master, Demokratieabbau an Hochschulen und Schulen, Privatisierungen und der Abbau der Mitbestimmungsrechte in den Betrieben entspringen diesem neoliberalen Leistungs- und Wettbewerbsgedanken. Bildung wird nicht als Teil des selbstbestimmten Lebens gesehen, sondern lediglich als eine Investition in den beruflichen Werdegang. Nicht emanzipatorische Bildung steht im Mittelpunkt des Systems, sondern die Verwertbarkeit des Menschen als Humankapital für Wirtschaft und Arbeitsmarkt. Trotz des vorhandenen gesellschaftlichen Reichtums wird unsere Bildung weiter konsequent unterfinanziert.

Diese Entwicklung ist nicht weiter hinnehmbar! Im Rahmen des Bildungsstreiks haben in den letzten Monaten hunderttausende Bildungsaktivistinnen und –aktivisten durch Demonstrationen, Besetzungen und Protestaktionen ein Umdenken eingefordert. Uns geht es dabei um die Umstrukturierung des gesamten Systems Bildung. Bildung ist mehr als Ausbildung, sie ist eine wesentliche Voraussetzung, die gesellschaftlichen Verhältnisse zu verstehen, zu kritisieren und eine menschenwürdige, friedliche und demokratische Welt zu gestalten.

Die anhaltenden Proteste haben bei den Verantwortlichen in Medien, Wirtschaft und Politik jedoch zu wenig Wirkung gezeigt. Daher wollen wir unsere Forderungen erneut auf die Agenda setzen und das Thema Bildung bewusst jetzt, in die durch den Landtagswahlkampf politisierte Öffentlichkeit tragen. Wir fordern eine öffentliche Debatte zum Thema Bildung und rufen alle Menschen auf, sich Gedanken darüber zu machen, welche Bildungspolitik und darüber hinaus welche Gesellschaft wir in Zukunft wollen. Hierbei reicht es nicht aus, sich auf Wahlversprechen zu verlassen und die Politik den Parlamenten zu überlassen. Wir müssen die notwendigen Veränderungen mit Nachdruck und auch über die Landtagswahlen hinaus auf der Straße, in den Bildungseinrichtungen und in den Betrieben einfordern.

Hierbei lassen wir uns nicht in SchülerInnen, Auszubildende und Studierende trennen. Wir sind alle von einem Bildungssystem der Verwertungslogik, der Kommerzialisierung, der Entdemokratisierung und der sozialen Auslese betroffen. Deshalb fordern wir:

Grundrecht auf Ausbildung

Jedes Jahr fehlen in Deutschland über 100.000 Ausbildungsplätze. Mittlerweile sind über 1,5 Millionen junge Menschen ohne Ausbildung und die meisten von ihnen somit ohne berufliche Perspektive. In NRW werden dieses Jahr 9 von 10 Jugendlichen keinen Ausbildungsplatz finden. Wir fordern das Recht auf einen Ausbildungsplatz, das zugleich die freie Berufswahl nicht einschränkt. Finanziert werden soll dieses über eine Ausbildungsplatzabgabe von denjenigen Unternehmen, die nicht oder im zu geringen Umfang ausbilden und sich somit bisher ihrer gesellschaftlichen Verpflichtung (Duales System) entziehen.

Eine Schule für Alle!

Die Spaltung der SchülerInnenschaft in Gymnasiasten, Haupt-, Real-, und FörderschülerInnen führt zu einer sozialen Auslese und Elitenbildung. Wir wollen gemeinsam und voneinander lernen in einer Schule für alle, die die individuelle Förderung aller SchülerInnen gleichermaßen ermöglicht. Deutschland ist europaweit das einzige Land, das noch an dieser ständischen Schulgliederung festhält.

Abschaffung der Studiengebühren

Durch Studiengebühren wird Bildung zur Ware und Hochschulen werden zu Unternehmen. Bildungsgebühren halten Menschen aus einkommensschwachen Haushalten nachweislich vom Studium ab. Sie sind hochgradig unsozial und fördern die soziale Auslese. Bildung aber ist ein Menschenrecht, darf nicht gehandelt werden und muss für jeden gleichermaßen zugänglich sein.

Für ein am Menschen orientiertes und von wirtschaftlichen Zwängen freies Bildungssystem ist außerdem nötig:
» Selbstbestimmtes Lernen und Leben statt starrem Zeitrahmen, Leistungsdruck und Konkurrenzdruck
» Abschaffung von Kopfnoten und Rücknahme der Lehrzeitverkürzung (G8)
» Freier Bildungszugang für alle Menschen, Lehrmittelfreiheit und Abschaffung von sämtlichen Bildungsgebühren wie Studiengebühren, Ausbildungsgebühren und Kita-Gebühren
» Öffentliche Finanzierung des Bildungssystems ohne Einflussnahme der Wirtschaft unter anderem auf Lehrinhalte, Studienstrukturen und Stellenvergabe
» Radikale Demokratisierung und Stärkung der Mit- und Selbstverwaltung in allen Bildungseinrichtungen
Abschaffung der Hochschulräte
» Abschaffung von Bachelor/Master in der jetzigen Form

Um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen rufen wir zu massiven Protesten, zum NRW weiten Bildungsstreik am 22.04.2010 und zur bundesweiten Demonstration am 05.05.2010 in Düsseldorf auf.

Für mehr Informationen startet in den nächsten Tagen eine gesonderte Website.
———
Dieser Text entstand auf den NRW Bildungsstreik-Vernetzungstreffen und wird getragen, von den Unterstützer_innen.

Wenn Menschen oder Bündnisse den Aufruf unterstützern möchten, besucht bitte: petitionen.uebergebuehr.de.
Die aktuelle Liste der Ünterstützet_innen findet sich auch dort.

http://www.bildungsstreik.net/aufru....otesten-im-fruhling-2010/


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BeitragVerfasst am: 31.03.2010 03:45    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Kölner Aufruf zum Bildungsstreik 2010     

Die aktuellen Missstände im Bildungsbereich sind Teil der Kommerzialisierung aller Lebensbereiche. Diese wurde im Zuge der verstärkten Ausrichtung der Gesellschaft an privatwirtschaftlichen anstatt an gemeinwohlorientierten Interessen vorangetrieben. Die neoliberale Politik, die aktuell auch von der NRW-Landesregierung unter Rüttgers, Pinkwart, Sommer usw. betrieben wird, - wie die Unterfinanzierung und Privatisierung öffentlicher Einrichtungen sowie der Abbau von Mitbestimmungsrechten in den Betrieben - hat diese Entwicklung gefördert.
Gerade im Bildungssystem sind durch das Festhalten am mehrgliedrigen Schulsystem, Schulzeitverkürzung (Turbo-Abi), Kopfnoten, die Einführung von Studiengebühren und Bachelor/Master soziale Auslese, Konkurrenz und Leistungsdruck verschärft worden. Ebenso wächst die Angst, keinen Ausbildungsplatz zu bekommen. Durch die disziplinierenden Maßregelungen im Bildungsbereich sollen alle als funktionswilliges Personal die Anforderungen der Arbeitgeber vorwegnehmen. Sie werden damit vom solidarischen Lernen für eine demokratische, friedliche und sozial fortschrittliche Gesellschaft abgehalten.

Wir – SchülerInnen, Studierende und Auszubildende – setzen uns stattdessen für eine am Menschen statt an Profiten orientierte Bildung und Ausbildung ein. Sie muss die persönliche Entwicklung der Lernenden, selbstbestimmtes Leben sowie soziale Verantwortung fördern. Es soll allen ermöglicht werden, für die Verwirklichung der Würde des Menschen und eine humane Gestaltung der Welt zu lernen und zu arbeiten.

Eine aufgeklärte und solidarische Gesellschaft wird nicht durch Selektion und Elitenbildung gefördert; Demokratie nicht durch Abbau von Mitbestimmungsmöglichkeiten in Bildungsinstitutionen oder im Betrieb; persönliche Entfaltung und Freude am gemeinsamen Lernen nicht durch Konkurrenz und Leistungsdruck. Die gemeinsame Verbesserung der Lebensbedingungen gelingt nicht durch Orientierung an privatwirtschaftlichen Gewinninteressen.

Daher fordern wir – auch im Hinblick auf die Landtagswahl im Mai 2010 – die Realisierung folgender Punkte ein:

Demokratisierung aller Bildungseinrichtungen
kostenfreier Zugang zu Bildung für alle – unabhängig von Herkunft, sozialer Lage, Geschlecht und Behinderung – u.a. Studiengebühren in jeder Form sofort abschaffen
Eine Schule für Alle, die auf die individuellen Bedürfnisse der SchülerInnen eingeht und soziale Gleichheit garantiert
Mehr Geld für eine bedarfsgerechte öffentliche Finanzierung des Bildungssystems
Einfluss der privaten Wirtschaft und der Bundeswehr an Schule und Hochschule beenden
selbstbestimmtes Lernen statt starrem Zeitrahmen, Leistungsdruck und Konkurrenzdruck – Bachelor/Master in der jetzigen Form abschaffen
Abschaffung von Kopfnoten und Turbo-Abi
Erhöhung der Anzahl der Studien- und betrieblichen Ausbildungsplätze, so dass jede/r Jugendliche ihre/seine Berufswahl frei treffen kann
Abschaffung von prekären Arbeitsverhältnissen, sowie von Zeit- und Leiharbeit
Umlagefinanzierung für Ausbildungsplätze – „Wer nicht ausbildet, muss zahlen!"
Unbefristete Übernahme von Auszubildenden nach Beendigung der Lehre in ein Vollzeitarbeitsverhältnis im erlernten Beruf
Hochschulzugangsberechtigung mit dem Abschluss der Ausbildung
Die neoliberale Ausrichtung der Politik steht einer emanzipatorischen Bildung entgegen. Durch die Proteste der vergangenen Jahre sind unsere Ziele bereits verstärkt in die Öffentlichkeit gebracht worden. Wir wollen die öffentliche Diskussion im Rahmen der Landtagswahl nutzen, um weiter für demokratische und allen zugängliche Bildung aufzuklären und alle Parteien für einen politischen Richtungswechsel unter Druck zu setzen – um eine am Menschen statt an Profiten orientierte Bildung zu erkämpfen.

Wir rufen deshalb alle auf, sich an der Bildungsstreikdemonstration am 22. April in Köln, der Aktionswoche vom 19. - 24. April sowie der bundesweiten Demonstration in Düsseldorf am 5. Mai zu beteiligen!

http://www.bildungsstreik-koeln.de/

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BeitragVerfasst am: 06.04.2010 21:23    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Aufruf aus Aachen: Gleiche Chancen für alle! Bildungsperspektiven erkämpfen!

Nach wie vor prägen Konkurrenz und Leistungsdruck den Alltag. Egal ob in der Schule, in der Hochschule oder im Betrieb. Immer noch werden Kopfnoten an Schüler_innen vergeben, immer noch müssen Studierende am Anfang jedes Semesters bangen, um ihr Geld für die Studiengebühren zusammen zu kratzen und immer noch stehen Auszubildende mit der Unwissenheit da, ob sie nun eine Chance auf Übernahme haben oder doch nur, wie so viele andere, in ein Leiharbeitsverhältnis unterkommen. Das alles ist immer noch nicht hinnehmbar!

Die Lernbedingungen sind weiterhin unzureichend. Schüler_innen werden weiterhin nach der Grundschule sozial selektiert. Ihnen wird die Chance auf ein schönes Leben verbaut. Diejenigen die dann schon etwas älter sind, müssen um gute Kopfnoten ringen oder sich damit abfinden nun den ganzen Tag in der Schule zu bleiben, ohne dass die Schule dafür ausgelegt ist. Das achtstufige Gymnasium stopft die Stundenpläne voll und Quantität geht vor Qualität.

Doch auch wenn sie es geschafft haben und diesen Leistungsmarathon an der Schule hinter sich gebracht haben, so haben sie den an der Hochschule noch vor sich. Mit der derzeitigen Umsetzung des Bachelor/Mastersystems ist ebenfalls kein Verschnaufen möglich! Studierende genauso wie auch die Schüler_innen sollen sich schnell verwertbares Wissen aneignen, um dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen. Die Möglichkeit, selbstbestimmt eine gefestigte Persönlichkeit zu entwickeln und diese zu entfalten, wird dadurch genommen. Wer es heute nicht schafft diesem Leistungsdruck und der Dauerüberprüfung stand zu halten, bekommt die Rechnung nach Ablauf dieser Galgenfrist, denn BAFöG wird ausschließlich in der festgesetzten Regelstudienzeit gezahlt!

Zu Beginn des Studiums haben die angehenden Studierenden jedoch zunächst mit den Zulassungsbeschränkungen zu kämpfen. Was einst als Übergangslösung eingeführt wurde ist längst zur Regel geworden. Die Hochschulen nutzen die Zeit, die sie durch diese Beschränkungen erhalten allerdings nicht um weitere Studienplätze zu schaffen, sondern um weiter zu selektieren. Dadurch bleibt es vielen Menschen verwehrt, ihr gewünschtes Fachgebiet zu studieren oder sie hängen auf langen Wartelisten fest.

Denen, die mit dem Schulabschluss keine Berechtigung zur Hochschulbildung erhalten haben, bleibt oft nur der Weg zu einer Leiharbeitsfirma, wo die Menschen dann als Hilfsarbeiter beschäftigt werden. In den wenigsten Fällen haben diese Menschen die Möglichkeit, eine Ausbildung abzuschließen oder gar zu beginnen. Die Zukunftsaussichten sind mager: einen Lohn von teilweise unter 5 Euro pro Stunde, bei teils schwerer und langer Arbeit, ist da keine Seltenheit.

Aber auch diejenigen unter den Jugendlichen, die es geschafft haben einen der begehrten Ausbildungsplätze zu ergattern, haben es nicht sehr viel leichter. Auszubildende werden oftmals nur als billige Arbeitskraft angesehen. Teilweise haben sie nicht einmal eine_n zuständige_n Ausbilder_in! Die Qualität der Ausbildung nimmt dadurch immer weiter ab.

Schluss damit, her mit dem Schönen Leben!
Wir wollen nicht länger unter diesem Druck stehen. Wir wollen nicht länger für Bildung zahlen. Wir wollen nicht länger aussortiert werden wie faule Früchte. Wir wollen nicht länger Angst haben, ein Leben lang für 7 Euro Arbeiten zu müssen. Wir wollen, dass sich etwas ändert! Wir wollen ein selbstbestimmtes Lernen und Mitbestimmung in Schule und Hochschule! Dafür gingen 2009 über 350.000 Menschen auf die Straße. Sie setzten sich für ein demokratisches und gerechtes Bildungs- und Ausbildungssystem ein. 1200 Menschen waren es im Juni in Aachen und im November waren es schon über 3000 Menschen in Aachen. Diesen Trend wollen wir fortsetzen!

Am 22. April ist der nächste Bildungsstreik geplant. 2 Wochen vor den Landtagswahlen wollen wir die öffentliche Diskussion nutzen, um unsere Positionen und Forderungen noch einmal in den Vordergrund zu stellen. Zwar haben einige Parteien unsere Forderungen aufgefasst, aber es liegt an uns, Veränderungen durchzusetzen. Eine demokratische und allen zugängliche Bildung kommt nicht bloß durch ein Kreuzchen auf einem Wahlschein, aber es kann die tagtägliche Situation in den (Aus)-Bildungseinrichtungen erheblich verbessern. Daher fordern wir – auch im Hinblick auf die Landtagswahl im Mai 2010 – die Realisierung folgender Punkte ein:

Kopfnoten abschaffen!
Schluss mit Selektionen, eine demokratische Schule für alle!

Weg mit Studiengebühren!
Konsequente Neuordnung des Bachelor-/Mastersystems!

Ausbildungspflicht: Betriebe, die nicht Ausbilden, sollen zahlen!
Übernahme im erlernten Beruf!
Wir, das Bildungsstreikbündnis Aachen, rufen daher gemeinsam mit den Gewerkschaften dazu auf, sich an den kommenden Protesten zu beteiligen. Am 22. April geht es um 11:30 am Theaterplatz wieder los, um lautstark durch die Stadt zu ziehen und um auf uns aufmerksam zu machen. Kommt am 22.4. zum Bildungsstreik, denn es ist Zeit etwas zu ändern!

Bildungsstreikbündis Aachen

http://www.bildungsstreik-aachen.de....sperspektiven-erkaempfen/

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BeitragVerfasst am: 16.04.2010 10:14    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

»Wir brauchen die Radikalisierung der Bewegung«

Bildungsstreiks werden im Sommer weitergehen. SDS will den Druck auf die Regierung erhöhen. Gespräch mit Florian Wilde

Florian Wilde ist Bundesgeschäftsführer beim Sozialistisch-Demokratischen Studierendenverband Die Linke.SDS

Das neue Hochschulsemester hat begonnen. Gibt es Anzeichen für eine Wiederauflage der Bildungsstreikaktivitäten, wie wir sie im zurückliegenden Jahr erlebt haben?

Auf alle Fälle. An vielen Orten gibt es weiterhin aktive Bildungsstreikbündnisse, eine neue Protestwelle wird vorbereitet. Wir orientieren für die erste Phase des Semesters auf ein neues Element in der bisher vorrangig dezentral agierenden Bewegung: eine Demonstration gegen Studiengebühren in Düsseldorf am 5. Mai. Mit ihr soll im Vorfeld der Landtagswahl in NRW massiv Druck für eine Abschaffung der Studiengebühren und aller Bildungsgebühren gemacht werden.
Das klingt wie ein Aufruf zugunsten der SPD, die im Wahlkampf die Abschaffung aller Bildungsgebühren verspricht ...

Nein, zur Wahl der SPD rufen wir bestimmt nicht auf. Aber zur Abschaffung der Studiengebühren in NRW ist ein Sturz der dortigen schwarz-gelben Koalition eine wesentliche Voraussetzung.
In Ihrem Aufruf zur Düsseldorfer Demo heißt es, die Abwahl der NRW-Regierung könnte eine »tiefe Bresche in die konservativ-liberale Hegemonie« schlagen und eine »Wende in der Bildungspolitik« erzwingen. Ist das nicht doch zu euphorisch, wenn man das politische Sündenregister der SPD bedenkt?

Wir denken nicht von der SPD her, sondern von den Herausforderungen, vor denen die Bildungsstreikbewegung steht. Eine Abschaffung der Studiengebühren in NRW, dem bevölkerungsreichsten Bundesland, könnte die gesellschaftliche Debatte in dieser Frage komplett drehen und einen Dominoeffekt in anderen Bundesländern auslösen. Für die gesamte Bildungsstreikbewegung wäre es eine ungeheuer motivierende Erfahrung, daß sich durch Druck von unten tatsächlich etwas bewegen läßt.
Bräuchte es dazu nicht eine mitregierende Linkspartei, die die SPD auf Linie bringt?

Was Regierungsbeteiligungen angeht, sind wir als SDS aufgrund der Erfahrungen mit Berlin und Brandenburg überaus skeptisch. Ich habe eher den Eindruck, daß dort die SPD der Linken die Linie diktiert. Um die Interessen ihrer Anhänger effektiv zu vertreten, sollte die Linke einen harten Oppositionskurs fahren und auf die Stärkung sozialer Bewegungen und gewerkschaftlicher Kämpfe orientieren. Mit Blick auf NRW denken wir, daß die Bildungsstreikbewegung einen derart starken außerparlamentarischen Druck aufbauen muß, daß keine künftige Regierungskoalition mehr an einer Abschaffung der Gebühren vorbei-kommt.
In Hessen, worauf die Bewegung gerne verweist, gibt es keine Studiengebühren mehr, dafür soll jetzt aber der Bildungsetat massiv gekürzt werden. Was lernt man daraus?

Daß es keineswegs nur um Studiengebühren geht. Sie stehen im Kontext von Gebühren für Arztbesuche, Hartz-IV-Schikanen, der Rente mit 67 – eben der ganzen neoliberalen Politik der vergangenen Jahre. Als sozialistischer Studierendenverband kämpfen wir für einen radikalen Bruch mit allen Aspekten dieser Politik. Um diesen im Bildungsbereich durchsetzen zu können, brauchen wir einerseits eine Ausweitung und gleichzeitige Radikalisierung der Bewegung. Andererseits müssen wir stabile Allianzen mit Gewerkschaften, sozialen Bewegungen und linken Organisationen aufbauen.
Was ist neben der Düsseldorfer Demo noch an Aktivitäten in diesem Semester geplant?

Am 17. Mai soll eine große Bologna-Konferenz der Bundesregierung stattfinden, die nach aktuellem Stand in alle Hochschulen live übertragen übertragen wird. Wir hoffen dabei auf eine Politisierung weiterer Teile der Studierendenschaft. Zu ihrer Auswertung schlagen wir vor, an allen Hochschulen Vollversammlungen zu organisieren. Am 9. Juni findet dann der nächste Bildungsstreik statt. Bundesweit werden wieder Zehntausende Schüler und Studierende auf die Straße gehen. In den Tagen vor und nach dem Streik wird es eine Vielzahl von Aktionen geben: von kreativ-bunten über direkte und militantere des zivilen Ungehorsams bis hin zu Besetzungen einzelner Institute. Kleinere Zugeständnisse konnten wir den Regierenden bereits abringen. Nun geht es darum, den Druck aufrechtzuerhalten, um eine grundlegende Wende in der Bildungspolitik zu erzwingen.

http://www.jungewelt.de/2010/04-16/040.php

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BeitragVerfasst am: 19.04.2010 10:36    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Aktionsbündnis gegen Studiengebühren zur Gebührensituation und zur neuen Massenzeitung

Am Montag den 19. April fängt in den meisten Universitäten das Semester wieder an. Ihre Studiengebühren mussten die zur Zahlung verpflichteten Studierenden schon deutlich vorher an die jeweilige Hochschule überweisen. Dazu, in welchen Bundesländer die Campusmaut im Moment gezahlt werden muss, was für Aktionen dagegen liefen und vor allem während des nächsten Bildungsstreik noch laufen werden unterhielten wir uns mit Christina vom ABS. Auch auf kritische Stimmen zum Bildungsstreik wir eingegangen...

http://www.freie-radios.net/mp3/20100416-aktionsbndn-33490.mp3

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Bundesweites Vernetzungstreffen in Darmstadt

Vom 13.-16. Mai 2010 findet das nächste bundesweite Bildungsstreik-Vernetzungstreffen in Darmstadt statt. Dazu laden wir Dich ganz herzlich ein, das verlängerte Wochenende mit engagierten Menschen aus ganz Deutschland zu verbringen. Da der desolate Zustand im Bildungssystem sich nicht nur auf einzelne Probleme in der akademischen oder schulischen Bildung reduzieren lässt, muss dementsprechend der Protest durch ein breites Bündnis aller getragen werden. Bundesweit haben sich viele Auszubildende dafür ausgesprochen, ihre Beteiligung am Bildungsstreik auszuweiten. Dieses Vernetzungstreffen soll uns die Möglichkeit geben, gemeinsam den Bildungsstreik 2010 weiter zu gestalten.

Der Ablauf ist bisher wie folgt vorgeschlagen:
» Am Donnerstag bekommen Studierende, SchülerInnen und Auszubildende die Möglichkeit der internen Vernetzung und der Ausarbeitung inhaltlicher Schwerpunkte.
» Am Freitag steht die Vernetzung zwischen den Gruppen im Vordergrund. Dabei sollen die Probleme in den Strukturen des Bildungsstreiks thematisiert und Lösungen zur Überwindung dieser gesucht werden.
» Das restliche Wochenende steht als OpenSpace für die Planungen des Bildungsstreiks diesen Sommer zur Verfügung.

Abgerundet wird das Programm unter anderem durch eine Nachttanzdemo Freitag abends durch die Darmstädter Straßen.
Für Übernachtungsplätze und das leibliche Wohl wird gesorgt sein.

Wir freuen uns auf Euch und ein produktives und spannendes Wochenende!

Komitee für freie Bildung Darmstadt
AStA TU Darmstadt
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BeitragVerfasst am: 23.04.2010 02:53    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

[Erfurt] Aulabesetzung - Bildungsstreik

Heute ist der Bundesweite Bildungsstreik Aktionstag.

Unter dem Motto "Politiker Quatschen... Wir lassen's Krachen" wollen wir auf Missstände im Bildungssystem hinweisen.

Wir kritisieren, dass sich trotz vieler Proteste in den vergangenen Jahren nichts verändert hat.

Besonders beschäftigen möchten wir uns Heute mit den Themen:
- zu große Klassen
- 3 gliedriges Schulsystem
- kostenlose Bildung für ALLE und ÜBERALL
- mehr Demokratie und Mitbestimmung

Wir laden alle Interessierten heute bis 11:00 in die Aula der Königin Luise Gymnasiums am Brühler Garten ein!

http://de.indymedia.org/2010/04/278717.shtml


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BeitragVerfasst am: 23.04.2010 10:52    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Proteste der Studenten in NRW

Tausende Schüler haben heute an Demonstrationen gegen Studiengebühren und die Schulpolitik der nordrhein-westfälischen Landesregierung teilgenommen. Allein in Köln waren es nach Angaben der Veranstalter rund 4.000. Das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren hatte zu Protestkundgebungen in Köln, Düsseldorf, Bielefeld, Bonn, Aachen, Siegen, Münster und Paderborn aufgerufen. Neben Studenten beteiligten sich auch viele Schüler und Auszubildende an den Demonstrationen.

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BeitragVerfasst am: 26.04.2010 09:41    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Begegnungen im ehemaligen KZ Ravensbrück

Am heutigen Samstag, den 24.04.2010, trafen sich ca. 25 größtenteils junge Menschen am Wesertor in Minden, um die Bildung zu Grabe zu tragen. Der Trauerzug bewegte sich durch die Bäckerstraße, über den Scharn, vorbei an den Infoständen der großen Parteien, die für die Landtagswahl am 09.05. hatten werben wollen, zum Markt. Dort wurde eine Trauerfeier abgehalten, und in diesem Zuge auch Trauerreden vorgetragen, die die „Mörder“ der Bildung – die regierenden Parteien CDU und FDP – ganz klar adressierte. Es sei ein lupenreiner Skandal, so Marcel Komusin, dass zwar 30 Milliarden Euro jedes Jahr in die Bundeswehr investiert werde, aber nur 10 Milliarden in die Bildung.
Das Anliegen der Demonstranten wurde von den zahlreich in der Innenstadt anwesenden Bürgerinnen und Bürger durchweg positiv aufgenommen, lediglich fielen die CDU'ler, die an diesem Tag für Wählerstimmen werben wollten, negativ auf, da sie nicht versuchten sich argumentativ zu verteidigen, sondern lediglich durch abfällige Bemerkungen wie „Wenn das die Jugend von heute ist, geht’s vorbei“ das durchaus wichtige Anliegen der Jugendlichen kommentierten. Ironischerweise hatten sie damit vollkommen recht; Wenn die kommende Erstwählergeneration, die die unsoziale Schwarz-Gelbe Bildungspolitik am eigenen Leib erfahren mussten, einsehen, wer diese zu verantworten hat, wird die CDU auch schon bei der kommenden Landtagswahl in NRW schlecht abschneiden, und somit nicht nur ihre Machtposition in NRW sondern auch ihre Bundesratsmehrheit(mit der FDP) und auf mittelfristige Sicht auch ihre Mehrheit im Bundestag verlieren.
Abschließend bleibt zu erwähnen, dass die Aktion - auch durch die positiven Rückmeldungen aus der Bevölkerung – als Erfolg zu werten ist. Es sei schon ein Erfolg, wenn mit dieser zugegebenermaßen etwas zynischen Aktion Jugendliche aufgeschreckt und somit eventuell politisiert werden konnten, so der eindeutige Tenor der Demonstranten.

http://de.indymedia.org/2010/04/278977.shtml

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BeitragVerfasst am: 28.04.2010 10:39    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Studenten fordern mehr Geld für Uni
Zur Studierenden-Vollversammlung im Marburger Audimax kamen am Dienstag abend mehr als 1.000 Marburger Studierenden.

Der künftige hessische Hochschulpakt und die Finanzsituation der hessischen Hochschulen waren am Dienstag ab 18 Uhr Themen der Vollversammlung der Studierenden, zu der der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) der Philipps-Universität einlud. „Seit Tagen laufen die Proteste gegen den geplanten Hochschulpakt“, hatte der Asta in seiner Einladung zu der Vollversammlung geschrieben. Am Dienstagabend sollten nun weitere Schritte der Studierendenschaft beraten werden.

Am Dienstag kamen mehr als 1.000 Studierende in das Audimax. Nach rund zweistündiger Debatte verabschiedeten sie eine vom Asta vorbereitete Marburger Resolution. Darin fordern die Studierenden der Philipps-Universität Marburg die Landesregierung auf, die Universität Marburg wie auch alle anderen Hochschulen des Landes bedarfsdeckend auszufinanzieren. So solle die Universität Marburg von der Landesregierung Mittel zum Ausgleich des strukturellen Haushaltslochs von drei Millionen Euro jährlich sowie des bisherigen Defizits von rund sechs Millionen Euro erhalten. Zudem fordern die Studierenden unter anderem ausreichende Mittel zur Beseitigung der baulichen Mängel an den Gebäuden, um eine energieeffiziente und ökologisch nachhaltige Universität zu ermöglichen.


http://www.op-marburg.de/Lokales/Ma....ordern-mehr-Geld-fuer-Uni

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BeitragVerfasst am: 30.04.2010 10:50    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Studentenprotest gegen Hessens "Hochschulpakt"

Die Studenten der Universitäten in Marburg und Frankfurt/Main sowie der Fachhochschule Frankfurt haben von der Landesregierung zehn Prozent mehr Geld für die Schulen und Hochschulen gefordert. In Vollversammlungen verabschiedeten sie gestern eine landesweite Resolution. Sie drohten damit, die Hochschulen lahmzulegen, wenn die Präsidien den "Hochschulpakt" unterschreiben. Dieser sieht eine Kürzung der Hochschulmittel um 34 Millionen Euro vor. Für den Tag der geplanten Unterzeichnung kündigte der AStA der Frankfurter Uni eine Demonstration in Wiesbaden an.

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BeitragVerfasst am: 05.05.2010 08:37    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Demo in Düsseldorf am 05.05

Treffpunkt NRW: 11.00 Uhr HBF

Treffpunkt bundesweit: 13.00 Uhr Apollo Platz am Landtag, dort Kundgebung bis ca. 14 Uhr

Abschlusskundgebung ab ca. 15 Uhr an den Düsseldorf Arkaden

Die genaue Route findet ihr hier.
http://www.bildungsstreik-fruehling....s/2010/05/route5.mai_.pdf

Programm 5.5.

Auftaktkundgebung, 11 Uhr Düsseldorf Hauptbahnhof:

1. Rede von Andreas Jentsch (AStA-Vorsitzender der Heinrich-Heine-Universität)
2. Rede von Thorsten Bultmann (Bund demokratischer WissenschaftlerInnen, BdWi)
3. Rede von Martin Schneider (Schüler, Bezirksschülervertretung Köln)

Zwischenkundgebung am Landtag gemeinsam mit der Elterninitiative mittendrin e.V. von ca. 13-14 Uhr:

1. Begrüßung durch Eva Thoms von mittendrin e.V.
2. Rede von Katharina Sass (Studentin, aktiv im Bildungsstreik Köln)
3. Rede von Michael Kellner (Initiative „Schule ohne Bundeswehr“)
4. Rede von Andreas Meyer-Lauber (GEW-Vorsitzender in NRW)
5. Rede von Uta Kumar (Initiative „Eine Schule für alle“)

dazwischen Live-Musik von Los Cojones Grandes

Abschlusskundgebung, ca. 15:00 Uhr an den Düsseldorf Arkaden in Bilk:

1. Rede von Thomas Münch (Professor an der FH Düsseldorf)
2. Rede von Marc Neumann (DGB-Jugendbildungsreferent)
3. Rede von Matthias Burchardt (Dozent an der Uni Köln, Verfasser der „Kölner Erklärung“)


http://www.bildungsstreik-fruehling.de/05-05/


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