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chemnitzerantifa Site Admin

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Verfasst am: 26.02.2010 10:33 Titel:
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Solidaritätsdemo mit den TEKEL-Arbeitern am 28. Februar in Berlin
Im Folgenden der Text des Aufrufs des Berliner Solidaritätskomitees mit den TEKEL-Arbeitern für die Demonstration am kommenden Sonntag:
Seit Mitte Dezember kämpfen 12.000 Beschäftigte des staatlichen türkischen Tabakmonopols Tekel gegen ihre Entlassung aufgrund vorangegangener Privatisierungen. Die islamisch-konservative AKP-Regierung bietet den Betroffenen lediglich den sogenannten 4C-Status mit drastischen Lohneinbußen, ohne Kündigungsschutz und ohne Recht auf Gewerkschaftsmitgliedschaft an. Die Arbeiter nennen 4C ein Versklavungsgesetz und fordern echte Arbeitsplätze ohne Lohnverlust.
Längst ist der Tekel-Streik in der Türkei zu einem Fokus für alle unter der neoliberalen Regierungspolitik leidenden Menschen geworden. Anfang Februar gab es einen landesweiten Solidaritätsstreik. Und am vergangenen Wochenende besuchten 30.000 Arbeiterinnen und Arbeiter aus dem ganzen Land die rund um die Gewerkschaftszentrale in Ankara campierenden Tekel-Beschäftigten, um ihnen ihre Solidarität zu beweisen. (...)
Der türkische Ministerpräsident Erdogan nennt die Proteste der Tekel-Arbeiter illegal. Offen hat er die polizeiliche Räumung des Protestcamps in der Innenstadt von Ankara zu Monatsende angekündigt. Dass dies keine leeren Drohungen sind, hat die Regierung bereits zu Beginn des Arbeitskampfes beweisen, als die Polizei mit Knüppeln, Tränengas und Wasserwerfer die Tekel-Beschäftigten angriff, die für Arbeit und Brot demonstrierten.
Lassen wir die Tekel-Arbeiter und Arbeiterinnen jetzt nicht allein! Ihr Kampf ist ein Teil unseres gemeinsamen Kampfes gegen Neoliberalismus, Privatisierungen und Massenentlassungen und für ein gutes und würdiges Leben mit Zukunftsperspektiven.
Sonntag, 28. Februar, 14.00 Uhr: Demonstration vom Hermannplatz zum Kottbusser Tor
http://www.rf-news.de/2010/kw08/sol....-am-28.-februar-in-berlin
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chemnitzerantifa Site Admin

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Verfasst am: 01.03.2010 23:35 Titel:
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Tekel-Widerstand erreichte gestern 75. Tag
Der Widerstand der Tekel-ArbeiterInnen wird nach über 2 Monaten fortgesetzt.
Gestern Freitag (26. Februar), erwägten die ArbeiterInnen
unterschiedliche Formen des Protestes gegen die ignorante Haltung der
AKP-Regierung.
Sie drangen in den Mittagsstunden in das Bezirksgebäude der AKP ein
und stellten erneut ihre Entschlossenheit im Kampf für ihre Rechte
unter Beweis. Eine Gruppe von Tekel-ArbeiterInnen, die in Ankara ihre
Aktion fortsetzen, kam gegen 12.30 Uhr vor die AKP-Zentrale. 13
ArbeiterInnen drangen mit Parolen in das Gebäude ein.
Sie setzten die Parolen fort, als sie in die 2. Etage hochgingen und öffneten ein
Transparent. Innerhalb kurzer Zeit trafen schon Mobile Eingreiftruppen
ein und attackierten die ArbeiterInnen mit Pfeffergas. Die
ArbeitterInnen wurden in Folge festgenommen.
Währenddessen versammelten sich rund 300 Personen in der Nähe der
AKP-Zentrale, welche die ArbeierInnen mit Parolen unterstützten.
Einige ArbeiterInnen blockierten die Straße, um die Polizeiautos
anzuhalten, die ihre festgenommenen FreundInnen abtransportieren.
Auch hierbei kam es zu einigen Festnahmen. Es gibt unklare
Informationen, was die Zahl der Festgenommenen betrifft. Auch die
Gewerkschaft hat bislang keine Erklärung dazu abgegeben. Aus ungenannten
Kreisen heißt es nur, dass es zu mehr als 10 Festnahmen gekommen sei.
Der Vorsitzende der DISK, Süleyman Celebi, äußerte sich zu den
Vorfällen: "Die Tekel-ArbeiterInnen, die festgenommen wurden, weil sie
von ihren demokratischen Rechten Gebrauch machten, müssen umgehend
freigelassen werden".
Celebi betonte, dass die AKP-Regierung nicht einmal den Protest dulde,
welcher infolge der von der Regierung geschaffenen Probleme der
ArbeiterInnen ausging. Zu den Festnahmen erklärte Celebi "Das
Verhalten gegenüber den ArbeiterInnen, die ein Gespräch mit dem
Bezirks-Vorsitzenden der AKP forderten, war rücksichtslos".
Weiter sagte der Gewerkschaftsvorsitzende: "Die TEKEL-ArbeiterInnen,
die um einen Freund trauern, welcher gestern bei einem Autounfall ums
Leben kam, wollten heute mit dem Bezirksvorsitzenden der AKP sprechen
und von ihren demokratischen Rechten Gebrauch machen, indem sie aus
Protest gegen die Haltung der Regierung gegenüber den
Tekel-ArbeiterInnen ein Transparent vor der Bezirkszenrale der AKP in
Ankara öffneten. Anschließend wurden sie mit einer heftigen
Intervention der Mobilen Eingreiftruppen der Polizei konfrontiert und
festgenommen. Wir protestieren aufs Schärfste gegen die grobe und
strenge Haltung der Regierung gegenüber den ArbeiterInnen, die nichts
anderes fordern als ihre Rechte und versuchen, mit demokratischen
Aktionen auf sich aufmerksam zu machen. Wir fordern die sofortige
Freilassung der festgenommenen Tekel-ArbeiterInnen."
Der Gouverneur von Ankara, Kemal Önal, beantwortete Fragen der Presse
im Bezug auf den, seit 75 Tagen fortgesetzten TEKEL-Widerstand. Er
sagte, dass sie die Situation der ArbeiterInnen bedauern würden und
sie zeitweise auch darüber besorgt seien. Önal erinnerte an den
Vorfall, bei dem vorgestern einer der Arbeiter ums Leben kam, als er
die Mithatpasa Straße überqueren wollte und von einem Auto
niedergestoßen wurde und sagte: "Während wir versuchen, die
Lebensicherheit unserer BürgerInnen zu gewährleisten, werden wir durch
Verkehrsunfälle daran gehindert. Es ist sehr bedauerlich, dass wir auf
diese Weise einen Bürger verloren haben. Umso bedauerlicher ist es für
uns, dass es sich bei dem Bürger um einen Tekel-Arbeiter handelt".
Önal, der zum Ausdruck brachte, dass die ungesunden Lebensbedingungen
auf dem Platz, auf dem die TEKEL-ArbeiterInnen ihre Aktion fortsetzen
allen bekannt sei, sagte weiter: "Die ArbeiterInnen sind
aufgebrochen, um 'ihre Rechte zu suchen', doch der Umstand, dass es
sich dabei längst nicht mehr um einen 'Kampf für Rechte' handelt,
sondern um eine extrem hartnäckige Haltung, beschäftigt die
Öffentlichkeit. Ich war kürzlich in der Region unterwegs. Die
Beschwerden aus den Hörsälen haben unser Bedauern noch verstärkt. Ich
sage, diese Aktion soll so rasch wie möglich beendet werden. Wir sind
darüber besorgt, dass das Feuer, das rund um die Zelte angezündet
wird, zu einer Katrastrophe führen könnte. Ich habe einen Bericht von
der Feuerwehr erhalten, den ich an die Gewerkschaftsvertreter
geschickt habe. Dieser wurde in der Presse als "Antrag des
Gouverneurs" dargestellt. Das hat uns zusätzlich bedrückt".
Auf die Frage der Presse, ob 'es zu einer Intervention kommen wird,
wenn die Aktion nicht beendet wird', antwortete Önal: "Es ist nicht
möglich jetzt zu sagen, was in der Zukunft sein wird, aber wir wollen,
dass die Aktion so rasch wie möglich beendet wird. Es ist nicht unsere
Absicht, Gewalt anzuwenden, sondern ein Mittel. Ich hoffe, dass es
nicht zu solchen Umständen kommen wird. Ich glaube daran, dass die
Vernunft siegen und die Aktion auf friedliche Weise enden wird, ohne
dass dies notwendig sein wird.
Fotos:
http://halkinsesi.tv/images/Ank-tekel-75g-20100226-1.jpg
http://halkinsesi.tv/images/Ank-tekel-75g-20100226-2.jpg
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http://halkinsesi.tv/images/Ank-tekel-75g-20100226-5.jpg
http://de.indymedia.org/2010/02/274455.shtml
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Verfasst am: 01.03.2010 23:41 Titel:
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Tekel-Solidemo in Berlin 28.02.10
Demonstration | 28.02. | 14:00 | U Hermannplatz
Abschlußkundgebung U-Bahnhof Kottbusser Tor
Gemeinsam für Arbeit, Würde und ein gutes Leben - Solidarität mit den Tekel-Beschäftigten in der Türkei
Solidaritäts-Demo mit den Tekel-ArbeiterInnen in der Türkei am 28.02.2010 in Berlin
Textbericht folgt in Kürze unter http://www.carookee.com/forum/freies-politikforum/1/25913022#25913022
Die 60 großformatigen Demo-Fotos dürfen bei namentlicher Nennung des Knipsers und Angabe der Quelle für nichtkommerzielle Zwecke gerne heruntergeladen, gespeichert und weiterverbreitet werden.
http://de.indymedia.org/2010/02/274493.shtml
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Verfasst am: 03.03.2010 12:56 Titel:
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Demonstration für die Solidarität mit dem Kampf der Tekel-Arbeitern in der Türkei
Für den 28.2.2010 hatte der türkische Staat angedroht, das Streikcamp der TEKEL-Arbeiter in Ankara zu räumen. Aus diesem Anlass, und um die uneingeschränkte Solidarität auszudrücken, fand am diesem Sonntag in Berlin eine Demonstration statt. Organisiert wurde sie vom Tekel-Solidaritätskomitee, in dem neben türkischen und kurdischen Organisationen auch REBELL und MLPD mitarbeiten.
Zirka 400 Menschen folgten dem Aufruf zu einer sehr kämpferischen Demonstration, die auf dem Weg von Neukölln nach Kreuzberg viel positive Resonanz von Passanten und Anwohnern fand. An der Spitze der Demo hinter dem Lautsprecherwagen auch eine Gruppe kämpferischer Daimlerkollegen aus Berlin-Marienfelde mit ihrem Transparent für die 30 Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich.
Schon die Auftaktkundgebung war von einer engen Zusammenarbeit zwischen Migrannten- und deutschen Organisationen geprägt. Ob kurdisch, türkisch oder deutsch, viele Reden, ob vom Lautsprecherwagen oder dem Offenen Mikrofon wurden in die unterschiedlichen Sprachen übersetzt und von den Anwesenden aufmerksam verfolgt.
Dieter Ilius vom ZK der MLPD betonte in seiner Ansprache, dass der Kampf der Tekel-Arbeiter ein Teil unseres internationalen Kampfes gegen kapitalistische Ausbeutung und Unterdrückung sei. „Was die Herrschenden umtreibt ist die Angst, dass solche Kämpfe wie bei Tekel Schule machen, nicht nur in der Türkei, sondern international.“ Die Musikgruppe Nümmes, Rapper Talu und verschiedene andere türkische und kurdische Musiker sorgten für ein begeisterndes Kulturprogramm.
Auf der Abschlusskundgebung am Kottbusser Tor wurden wir über Handy direkt aus Ankara von einem dortigen Kollegen über die Situation im Streikcamp informiert. Die Berliner Demonstranten verabredeten, am Tag der Räumung sich um 17 Uhr am Kottbusser Tor zu treffen, um entsprechend zu protestieren. Ansonsten finden, wie in den vorigen Wochen, weiterhin jeden Mittwoch Solidaritätskundgebungen statt.
http://www.rf-news.de/2010/kw09/fef....-arbeitern-in-der-tuerkei
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Verfasst am: 08.03.2010 01:58 Titel:
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Solidaritätsfest in Essen: "Tekel-Arbeiter brauchen Solidarität"
Am Samstag, den 27. Februar, fand in Essen eine Solidaritätsveranstaltung der Migrantenorganisation Bir-Kar statt. Es kamen ca. 100 Menschen. Neben einem reichhaltigen Büffet gab es ein spannendes Programm. Eine Kollegin, die vor wenigen Tagen von ihrer zweiten Delegationsreise zurück gekommen war, berichtete aus erster Hand.
Eine Besonderheit des mutigen Kampfes der 12.000 TEKEL-Arbeiter ist ihr gemeinsamer Kampf über alle Religionen und Volksgruppen hinweg. Sie haben gelernt, dass sie alle den gleichen Gegner haben. Alle linken Organisationen und Gewerkschaften unterstützen den Streik – auch wenn es einzelne "gelbe" Gewerkschaftsführer gibt, die versuchen, unter den Arbeitern antikommunistische Vorbehalte zu schüren.
Trotz massiver staatlicher Gewalt halten die TEKEL-Arbeiter an ihrem seit dem 15. Dezember andauernden Kampf fest. Besonders Frauen nehmen eine aktive Rolle ein. So berichtete die Kollegin von einem Gespräch mit einer "Kopftuchfrau", welche sagte: "Zuerst wollte ich nur ein bis drei Tage bleiben, dann kam die Polizei und hat uns bedroht, angegriffen – dann sagte ich mir bleib noch einen Tag. Nun jetzt bin ich immer noch hier ..."
Nach diesem sehr emotionalen, ergreifenden Beitrag hielt ein Vertreter der MLPD ein kurzes Grußwort. Er warf die Frage auf, wie der Kampf weiter geht und ging auf die Bedeutung ein, sich international zusammen zu schließen, die Spaltung zu überwinden und den internationalen Kampf zu koordinieren.
Abgerundet wurde das Programm mit einem Theaterstück zur besonderen Ausbeutung der arbeitenden Frauen im Hinblick auf den internationalen Frauentag am 8. März sowie einer mitreißenden Musik, zu der viele Besucher gemeinsam tanzten.
http://www.rf-news.de/2010/kw09/sol....r-brauchen-solidaritaet-1
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Verfasst am: 15.03.2010 12:45 Titel:
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Solidarität mit entlassener Arbeiterin aus der Türkei
"Wir sind mit Aynur Camalan!
Die TÜBITAK Arbeiterin Aynur Camalan wurde entlassen, weil sie am 4. Februar an einem Solidaritätsstreik mit den Tekel-Arbeitern teilgenommen hat. Sie wurde am 4. März entlassen, nachdem die Zelte der Tekel-Arbeiter abgebaut wurden.
Doch Aynur Camalan hat sich nicht gebeugt! Am 8. März, den Weltfrauentag, begann sie zusammen mit ihren Kindern Gözde, Yalin, Yaren und ihren Freunden vor dem Gebäude der Firma TÜBITAK einen Sitzstreik.
Sie ist ein Symbol für alle Frauen geworden, die gegen Arbeitslosigkeit, Armut und Ausbeutung ihre Kampffahne gehisst haben!
Ihr Kampfruf „Kein Stehen-bleiben, kein Zurück!“ erklang als Echo der Arbeiterklasse.
Jene, die die „Gemeinsamkeit, Solidarität und Kampf“-Tradition der Arbeiterklasse fürchten, wollen an denen ein neues Exempel statuieren, die sich nicht beugen und trotz aller Repression erhobenen Hauptes weiter kämpfen. Für den Klassenkampf und für die Solidarität ist es deshalb von großer Bedeutung, das dies verhindert wird und Camalan wieder an ihrem alten Arbeitsplatz arbeiten kann.
Wir müssen ihre Stimme mit unserer unterstützen, unsere Kräfte und unseren Verstand mit ihre teilen! Wir wollen zusammen mit Aynur Camalan kämpfen, die am Weltfrauentag mit ihrer Aktion begann und Hoffnung für all jene wurde, die diese Welt verändern wollen!
・ Aynur Camalan soll wieder an ihren alten Arbeitsplatz!
・ Gegen sklavenähnliche Arbeit und ein sklavenähnliches Leben!
・ Entlassungen sollen verhindert werden
Wenn ihr Aynur Camalan grüße Mitteilen wollt, schreibt an alinterimb@gmail.com.
Aus Solidarität können sie auch bei der TÜBITAK-Zentrale anrufen: 0090 312 468 53 00. Protestmails gehen unter bhi@tubitak.gov.tr ein.
Kontakt
Adresse: TÜBITAK Atatürk Bulvari No: 221 06100 Kavaklidere/Ankara
Email: bhi@tubitak.gov.tr
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Verfasst am: 18.03.2010 02:49 Titel:
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Türkei: Tekel Arbeiter besuchen AKP
Heute Mittwoch, den 17. März, exakt am 20. Tag ihres in Malatya begonnenen Widerstands, werden die Tekel-ArbeiterInnen von ihrem "Hamdullah Uysal"-Widerstandszelt aus mit Fackeln zur AKP- Bezirksvertretung marschieren.
Montag (15. März) begannen die ArbeiterInnen bereits zum Morgengrauen in Begleitung des Streiklieds der Grup Yorum "Grev Halay" zu tanzen. Den ganzen Tag über wurde das Widerstandszelt von verschiedenen Organisationen und regionalen Medien aus dem Stadtzentrum von Malatya besucht und die ArbeiterInnen klärten über
den Widerstand, seine Gründe und die Ungerechtigkeiten auf, die ihnen widerfahren sind.
Die Tekel-ArbeiterInnen berichten überall, wo sie hingehen über ihren Widerstand und rufen die Öffentlichkeit mit folgenden Worten zur Unterstützung auf: "Unser Kampf gegen das uns aufgezwungene, würdelose Gesetz 4-C, dauert trotz der Repression und Hindernisse an. Wir versuchen in allen Bereichen des Lebens Öffentlichkeit gegen das uns aufgedrängte 4-C- Gesetz zu schaffen, solange bis uns unsere Rechte zugesprochen werden. Das 4-C ist nicht nur ein Gesetz, das den Tekel-ArbeiterInnen aufgezwungen wird, sondern es betrifft alle Werktätigen. Jene, die gestern die Sümerbank und die SEKA ausgeboten haben, verschenken heute TEKEL und Taris. Wenn wir diese Angriffe nicht gemeinsam stoppen, dann werden sie morgen auch Seker, die Bahn, kurzum alle öffentlichen Einrichtungen im Namen der Privatisierung ausbieten."
In den kühlen Abendstunden bieten die Tekel-ArbeiterInnen ihren BesucherInnen mit warmem Tee, mit Musik und Gesprächen eine schöne Stimmung. In ihren Parolen spiegeln sich Begeisterung, Wut und Entschlossenheit wieder. Die beim Zelt versammelten Menschenmengen reißen auch zu später Stunde nicht ab, die Unterstützung des Widerstands bleibt erhalten.
Die Tekel-ArbeiterInnen setzen ihren würdevollen Widerstand im "Hamdullah Uysal"-Widerstandszelt mit der Entschlossenheit des ersten Tages fort.
http://de.indymedia.org/2010/03/275939.shtml
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Verfasst am: 30.03.2010 01:21 Titel:
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TÜRKEI: AKP-Angriff auf TEKEL-ArbeiterInnen
Gestern Samstag, den 27. März, wurde im Bezirksvorstand der AKP in Malatya eine Versammlung zum "Tag des Volkes" abgehalten. An dieser Veranstaltung beteiligten sich
Abgeordnete der AKP sowie der Parlamentsdirektor Faruk Öz.
Die ebenfalls anwesenden Tekel ArbeiterInnen vom "Hamdullah Uysal- Widerstandszelt" öffneten Protesttransparente und forderten bei den Abgeordneten Rederecht ein.
Der Abgeordnete Faruk Öz sagte daraufhin "Die Presse soll den Raum verlassen und er soll reden".
Halil Acar, der im Namen der ArbeiterInnen sprach, erklärte: "Wenn ihr schon davon redet, dass es Demokratie gibt, dann lasst auch die Presse ihre Arbeit machen und uns reden". Acar fuhr fort: "Wir wollen nicht auf der Basis des Sklavengesetzes 4/C arbeiten. Wir fordern unsere Rechte...".
Der Abgeordnete antwortete daraufhin "Zieh keine Show ab". Dieser Aussage folgend wurden die ArbeiterInnen von den AKP-Vorsitzenden attackiert. Die ArbeiterInnen trugen an verschiedenen Stellen des Körpers sichtbare Spuren von den Schlägen davon. Anschließend wurden sie von der Polizei festgenommen.
Nach einem Verhör wurden die Festgenommenen Halil Acar, Hasan Yilmaz, Murat Teymur, Ismet Keles und Orhan Öztürkeri gegen 17.00 Uhr freigelassen.
Nicht desto trotz, marschierten die ArbeiterInnen entschlossen mit den Worten "Wir werden unseren Widerstand im Hamdullah Uysal Widerstandszelt in Pasakösk fortsetzen! Repressalien können uns nicht einschüchtern! Eher sterben als umkehren" zu ihrem Widerstandszelt zurück.
http://de.indymedia.org/2010/03/276889.shtml
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Verfasst am: 05.04.2010 01:36 Titel:
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TÜRKEI:TEKEL ARBEITERINNEN ATTAKIERT
Am Donnerstag, den 1. April befanden sich Tausende TEKEL-ArbeiterInnen auf dem Weg nach Ankara, um ihre erste große Aktion, einen Monat nach dem Abbau der Hungerstreikzelte, abzuhalten.
Bereits in den Morgenstunden waren Busse aus vielen Städten der Türkei unterwegs nach Ankara. Nahezu alle Busse wurden von der Polizei vor der Einfahrt nach Ankara gestoppt. Nach Angaben von Gewerkschaftsvertretern wurden Busse beschlagnahmt.
Hunderte Menschen, denen es gelungen war, die Barrikaden zu durchschreiten, hatten sich in der Nähe der Türk-Is Zentrale in Ankara versammelt. Sie wurden von allen Seiten von der Polizei umzingelt. Rund 10.000 Polizisten standen den ArbeiterInnen gegenüber.
Sie wurden von allen Seiten von der Polizei umzingelt. Rund 10.000 Polizisten standen den ArbeiterInnen gegenüber. Der Polizeiterror wurde von Polizeipanzern, Wasserwerfern und Hubschraubern begleitet. Es kam tagsüber bereits zu Übergriffen der Polizei, unter Einsatz von Polizeiknüppeln, Gasbomben und Pfeffergas. Es wurde über Verletzte und Festnahmen berichtet.
Während einer live-Übertragung des Anatolien Radios gegen 19.30 Uhr MEZ mit dem Vorstandsmitglied der KESK, der sich nach einem Angriff auf den Demonstrationszug der KESK mit seinen KollegInnen zu den ArbeiterInnen durchkämpfen konnte und sich zu dem Zeitpunkt im Polizeikessel befand, waren ständig Aufrufe der Polizei zu hören. Aus dem Megaphon dröhnte es "Wenn ihr die Versammlung nicht in einer halben Stunde auflöst, dann werden wir eingreifen!" Die ArbeiterInnen leisteten Widerstand. Erst gegen 20.00 Uhr schien sich die Situation doch noch zu entspannen und die Versammlung wurde allmählich von den ArbeiterInnen aufgelöst.
Bericht über die Polizeiangriffe und den Widerstand der ArbeiterInnen am 1. April:
( http://www.ivmedergisi.com)
ANKARA WURDE ZWEI TAGE LANG VON DER POLIZEI UMZINGELT
Die Polizei ging zwei Tage lang gegen die ArbeiterInnen und deren UnterstützerInnen vor, die für eine eintägige Aktion nach Ankara gekommen waren. Zwei Tage lang wurde Ankara von der Polizei eingekesselt.
http://de.indymedia.org/2010/04/277353.shtml
1. APRIL
Am Morgen des 1. April wurden ArbeiterInnen, die aus verschiedenen Städten der Türkei anreisten an der Einfahrt nach Ankara gestoppt. Busse aus Antakya, Istanbul und Izmir wurden von der Polizei ohne jegliche Angabe von Gründen beschlagnahmt. Die ArbeiterInnen marschierten zu Fuß weiter ins Stadtzentrum. Die ArbeiterInnen, die mit keinerlei Behinderungen konfrontiert wurden, sahen plötzlich - als sie das Stadtzentrum erreichten, dass alle zur Türk-Is Zentrale führenden Wege durch Polizeibarrikaden gesperrt wurden.
Selbst den Ladenbesitzern in der Sakarya Straße wurde der Zutritt verweigert. Von ihnen wurde als Nachweis ein Steuerblatt verlangt. Von Zeit zu Zeit kam es zu Wortgefechten zwischen den KleinhändlerInnen und den Polizeikräften. Infolge dessen begann sich eine Gruppe von etwa 60 Tekel-ArbeiterInnen auf der Mithatpasa Straße zu versammeln. Doch im Zuge der strengen Haltung der Polizei und deren Warnaufrufe, dass sich die Gruppe aufzulösen habe, wurde binnen weniger Minuten der Straßenverkehr blockiert.
Daraufhin intervenierte die Polizei gegen die ArbeiterInnen und öffnete die Straße für den Verkehr. Die ArbeiterInnen versammelten sich erneut in der Adakale Straße. Währenddessen stieg die Zahl der Tekel-ArbeiterInnen und der UnterstützerInnen laufend an. Hier begannen die Tekel-ArbeiterInnen vor einer Polizeibarrikade zu warten, um weitermarschieren zu können. Die Zahl der AktivistInnen stieg unterdessen weiter an. Gegen Mittag, versuchten Mitglieder der KESK-Gewerkschaft, die sich vor der Egitim-Sen versammelt hatten, in die Sakarya Straße einzudringen. Doch sie wurden mit einer noch größeren Polizeibarrikade konfrontiert. Als die KESK darauf beharrte zu marschieren, griff die Polizei ihre Mitglieder mit Knüppeln und Pfeffergas an. Die KESK-Mitglieder, die sich durch den Angriff nicht auseinander treiben ließen, begaben sich danach über Seitenstraßen zu der Straße, in der sich die Tekel-ArbeiterInnen befanden und schlossen sich ihnen an. Später schloss sich auch die TMMOB auf gleichem Weg zur Unterstützung der ArbeiterInnen dem Block an. Während des Aufenthalts in der Adakale Straße versuchte die Polizei die Tekel-ArbeiterInnen und deren UnterstützerInnen ständig durch Annoncen, in denen sie sagte, dass die Aktion nicht legal sei, dass sich in der Gruppe Provokateure befänden und dass sie in diesem Zusammenhang Hinweise erhalten hätten, zu beunruhigen. Dabei setzten sie immer wieder ihre Helme auf und gingen in Angriffsstellung. Die Polizei versuchte die ArbeiterInnen mit Annoncen in den Abdi Ipekci Park zu verweisen. Es war auffallend, dass sich während der ganzen Zeit, in der sich die ArbeiterInnen dort befanden, keine Erklärung von seiten der Türk-Is kam, und dass sich auch kein Türk-Is-Vertreter am Platz befand.
Gegen 16.00 Uhr marschierten die ArbeiterInnen in Richtung Ziya Gökalp Straße. Später begannen die ArbeiterInnen, denen es gelang zum Sakarya Platz vorzudringen, mit einem Sitzstreik. Währenddessen machte die Polizei ständig eigenartigen Annoncen, in denen sie die ArbeiterInnen aufforderte, den Platz zu verlassen.
25 Straßen, die zum Sakarya Platz führten wurden mit Polizeibarrikaden abgeriegelt. Rund 7200 Polizisten waren im Einsatz, um die Massen daran zu hindern, vor die Türk-Is Zentrale zu kommen. Den ganzen Tag lang, flogen Hubschrauber über die Straßen und Plätze, in denen sich die ArbeiterInnen versammelten.
Gegen 21.30 Uhr gingen die AktivistInnen und die Gruppe, die sich in der Ziya Gökalp Straße versammelte auf.
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Verfasst am: 14.04.2010 12:28 Titel:
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»Die Polizisten schlugen regelmäßig auf Frauen ein«
Deutsche Gewerkschafter besuchten streikende Tabakarbeiter in der Türkei. Ein Bericht über ihren Kampf. Ein Gespräch mit Stephan Heins
Stefan Heins ist Hafenarbeiter in Bremen. Er reiste im Februar als ver.di-Vertrauensmann mit einer Gewerkschaftsdelegation in die Türkei
Die Regierung der Türkei hat Anfang 2008 das staatliche Tabakmonopol TEKEL an British American Tobacco (BAT) verkauft. Die Angloamerikaner entließen im Dezember 2009 rund 10000 Beschäftigte, um sie durch Billiglöhner zu ersetzen. Die Tabakarbeiter traten daraufhin in den Streik. Sie waren an Ort und Stelle – wie ist der Stand?
Zuerst hatte die Regierung angeboten, den Tabakarbeitern für elf Monate 40 Prozent ihres Lohnes zu zahlen und sie dann auf die Straße zu setzen. Die Gewerkschaft mobilisierte daraufhin ihre Mitglieder ab Mitte Dezember zu einem mehrwöchigen Protestcamp in Ankara. Ende Februar konnten die TEKEL-Beschäftigten vor Gericht durchsetzen, daß ihre Arbeitsverträge bis Ende Oktober gültig bleiben. Sie kehrten in ihre Fabriken zurück und nahmen die Arbeit wieder auf. Jetzt will die Gewerkschaft über eine abschließende Lösung verhandeln.
Was passiert, wenn die TEKEL-Arbeiter am Ende doch auf der Straße landen?
In der Türkei gibt es kein Sozialsystem nach westlichen Standards. Die Arbeiter kommen aus allen Landesteilen und waren früher zum Großteil Selbstversorger. Sie selbst oder die vorhergehenden Generationen mußten für die Jobs ihre Landwirtschaften aufgeben. Es gibt für die TEKEL-Arbeiter in ihren Heimatregionen also kein Auskommen mehr. Das erklärt die Vehemenz ihres Kampfes.
Sie werden am Donnerstag im Berliner IG Metall-Haus über eine Reise deutscher Gewerkschafter berichten, die Sie im Februar während der Hochphase des Arbeitskampfs in die Türkei führte. Was haben Sie dort erlebt?
Insgesamt sechs Mitglieder der Gewerkschaft Nahrung, Genuß, Gaststätten (NGG), der IG Metall und von ver.di sind damals nach Ankara geflogen. Nach unserer Ankunft trafen wir noch am selben Abend Parlamentarier und Gewerkschaftsfunktionäre. Am nächsten Morgen besuchten wir die streikenden Arbeiter in einer riesigen Zeltstadt. 4000 Menschen hatten dort behelfsmäßige Verschläge errichtet – mitten auf einem Einkaufsboulevard der türkischen Hauptstadt.
Die Stimmung dort war für uns Deutsche schwer zu fassen. Schon als wir das Gewerkschaftshaus betraten, vor dem die Arbeiter kampierten, wurden wir begeistert begrüßt. Nach einem Gespräch mit mehreren Gewerkschaftsfunktionären redeten wir zu den Frauen und Männern, die bereits seit 60 Tagen im Herzen der Hauptstadt streikten. Die Kraft, die nach so langer Zeit überall noch zu spüren war, hat uns mitgerissen, die Kampfbereitschaft der türkischen Kolleginnen und Kollegen war beeindruckend.
Wie reagierte die Bevölkerung von Ankara auf die Demonstranten?
Die Tabakarbeiter erfuhren viel Solidarität. Bürger der Stadt stifteten Holzöfen wegen der Minustemperaturen. Geschäftsleute sorgten dafür, daß es für die durchschnittlich 4000 Campierer immer genug zu essen gab.
Anfang Februar hatte der türkische Gewerkschaftsbund Türk-Is einen landesweiten Generalstreik zur Unterstützung der TEKEL-Beschäftigten organisiert. In Ankara gingen immer wieder Demonstrationen von der Zeltstadt aus. Haben Sie während ihres Besuchs davon etwas mitbekommen?
Während unseres zweitägigen Besuchs nahmen wir an einem Fackelmarsch teil. Die Situation war angespannt, die Regierung hatte Polizisten in Reisebussen herangekarrt. Die türkischen Kollegen fragten uns, ob wir an der Spitze des Marsches laufen wollten. Wir willigten ein und führten die Demo mit einem eigenen Transparent an. Überall waren behelmte Polizeibeamte zu sehen. Unsere Delegation wurde derweil unablässig von Kamerateams türkischer Sender begleitet.
Die Tabakarbeiter selbst demonstrierten in der Regel einmal am Tag, wobei es des öfteren zu Ausschreitungen der Sicherheitskräfte kam. Besonders am Anfang griff die Polizei sehr hart durch. Polizisten schlugen regelmäßig auf Frauen ein, bei Minusgraden wurden Protestierende sogar in einen See getrieben. Die Polizei füllte ihre Wasserwerfer mit Abwasser aus stinkenden Kanälen.
Donnerstag, 15. April, 17 Uhr, IG-Metall-Haus Berlin, Alte-Jakob-Str. 149
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Verfasst am: 02.06.2010 09:35 Titel:
(Kein Titel)
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Packende Solidaritätsveranstaltung für die Tekel-Arbeiter
Der IG-Metall-Vertrauenskörper bei Ford in Köln hatte am 29. Mai zu einer Solidaritätsveranstaltung für die Arbeiter des türkischen Tabakkonzerns Tekel eingeladen.
Seit Mitte Dezember letzten Jahres hatten die Tekel-Kollegen einen wochenlangen erbitterten Kampf um ihre Arbeitsplätze ausgefochten und dafür weltweite Unterstützung erhalten. Auch bei Ford Köln hatten Kollegen während des Kampfes etwa 800 Euro an Spenden gesammelt, die persönlich in Ankara überbracht wurden. Eingeladen war der Vorsitzende der Gewerkschaft der Tekel-Beschäftigten, Mustafa Türkel. Etwa 200 Teilnehmer hörten gebannt seinen lebendig vorgetragenen Bericht.
Als Anfang Dezember 2009 die letzten Fabriken von Tekel geschlossen und die Arbeiter in einen Leiharbeiterstatus versetzt werden sollten, beschlossen sie, nach Ankara vor die Parteizentrale der regierenden AKP zu ziehen. Unter schwierigsten Bedingungen mitten im Winter harrten sie monatelang in Zelten in der Hauptstadt aus. Immer wieder kam es zu brutalen Polizeieinsätzen. Aus insgesamt 113 Ländern trafen Solidaritätserklärungen und Briefe ein.
Mustafa Türkel zog eine positive Bilanz des Streiks. Er sei inzwischen abgebrochen worden, nachdem die Regierung zugesagt hat, das Leiharbeiter-Gesetz mit der darin enthaltenen umfassenden Verschlechterung der Arbeitsbedingungen zurück zu nehmen. „Dieser Kampf hat es geschafft, dass Arbeiter und Angestellte, egal ob Türke oder Kurde, egal ob religiös oder nicht, egal in welchem Beruf, aus welcher Organisation, einig waren im Kampf gegen die Regierung. Das war etwas Neues in der Türkei. Das war ein Kampf der Proletarier international – und ihr habt mit gekämpft“, so Mustafa Türkel am Schluss seines Berichts an die Kollegen in Deutschland.
http://www.rf-news.de/2010/kw22/pac....g-fuer-die-tekel-arbeiter
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Verfasst am: 01.12.2010 10:48 Titel:
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Türkische Arbeiter besetzen CHP-Zentrale
57 türkische Arbeiter haben zusammen mit ihren Angehörigen die Zentrale der Republikanischen Volkspartei (CHP) in der türkischen Provinz Mersin 19 Stunden lang besetzt. Am Freitagmorgen um 3.30 Uhr wurden sie von der Polizei in Gewahrsam genommen und die Besetzung beendet. Der Protest richtet sich gegen die Entlassung der Arbeiter, die einer neu gegründeten Gewerkschaft beigetreten waren. Der Besitzer Serhat Servet Dövenci, Mitglied im Stadtrat von Yenisehir, lässt sie 12 Stunden am Tag arbeiten und zahlt nicht einmal den Mindestlohn. Die CHP arbeitet in Deutschland mit ihrer Schwesterpartei SPD zusammen.
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Verfasst am: 19.12.2010 12:58 Titel:
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Tekel-Arbeiter sind zurück in Ankara
Arbeiter des staatlichen türkischen Tabakmonopols Tekel wollen zum ersten Jahrestag ihrer Proteste am Samstag in Ankara demonstrieren. Am Freitag starteten Busse aus Istanbul, dem westtürkischen Izmir und dem kurdischen Diyarbakir. Die Arbeiter wollen sich im Abdi-Ipekci-Park in Ankara versammeln, wo vor einem Jahr ihr Streikcamp von der Polizei mit Wasserwerfern und Tränengasgranaten überfallen wurde. Außerdem wollen sie die Laden- und Restaurantbesitzer in der Innenstadt besuchen, die sie während ihres 80tägigen Protestcamps vor der Zentrale des Gewerkschaftsdachverbandes Türk-Is im letzten Winter mit Lebensmitteln, Strom und Kleindung unterstützt hatten.
Über 10000 Tekel-Arbeiter hatten im Dezember letzten Jahres ihre Kündigung erhalten, nachdem die neoliberal ausgerichtete islamische AKP-Regierung nach dem Verkauf der Produktionsstätten an ausländische Firmen die Tekel-Lager im ganzen Land schließen ließen. Zwar konnten die Tekel-Arbeiter in ihrem von der Bevölkerung und linken Parteien im ganzen Land unterstützten Protest einen Teilerfolg verbuchen, als ihnen vor Gericht eine mehrmonatige Lohnfortzahlung zugestanden wurde. Doch ihre letztendliche Überführung in den rechtlosen Niedriglohnstatus C/4 konnten sie nicht verhindern. Viele Tekel-Arbeiter kritisieren, daß sie von ihrer eigenen Gewerkschaftsführung im Stich gelassen wurden. Insbesondere der Türk-Is-Vorsitzende Mustafa Kumlu, ein Anhänger der Regierungspartei, hatte immer wieder eine Ausweitung des Streiks auf andere Branchen verhindert.
http://www.jungewelt.de/2010/12-18/043.php
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Verfasst am: 06.02.2011 12:14 Titel:
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Ankara: Polizei gegen Arbeiter
Am Donnerstag hatten Gewerkschaften in der Türkei zu einer Demonstration in Ankara gegen das neue Arbeitsgesetz aufgerufen. Rund 10.000 Menschen versammelten sich zu einer Demonstration und wollten zum Parlament ziehen, was die Polizei mit Wasserwerfern und Tränengas verhinderte. Der Gesetzentwurf erlaubt es u.a. den Unternehmern, Beschäftigte zwangsweise zu versetzen und verschiebt die Hauptlast für die Krankenversicherung auf die Beschäftigten.
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